Algen auf der Fassade
Algen und Pilze auf der Fassade
Baujahr 2005 Schrecklich natürlich. Diese Fassaden sind keine Überraschung, sondern der Regelfall, wir beraten sie vorher, um Algen zu verhindern.
Die Fassade wird heute gern mit einer Farbe beschichtet die wie ein Lotusblatt den Regen abperlen läßt. Der Effekt ist sichtlich beeindruckend, jedoch kommt die Frage auf, warum gibt es bei soviel Technik trotzdem Algen und Pilze auf der Fassade.
Grüne Flecken und Stellen sind genauso gefürchtet wie das verblassen der Farbe, doch es tut sich was in der Industrie.
Der Hersteller Maxit hat mit seinem Produkt Maxit Silco Top - Silikonharzputz innen und außen - einen neuen Weg eingeschlagen. Mein großes Lob an Maxit, endlich eine Silikonharzbeschichtung für außen ohne Gift (Anti-Pilz- und Anti-Algenmittel) auf den Markt zu bringen.
Die Funktion ist ähnlich der von mineralischen Farben wie Keim Soldalit.
Maxit hat dieses Produkt mit einer Saugfähigkeit ausgerüstet, genau das Gegenteil vom Abperleffekt. Damit wird offengelegt, dass unsere geliebten Abperlprodukte für die Fassaden einen Haken hatten und bis heute haben. Die Bedingungen für das Algenwachstum sind Feuchtigkeit über längere Zeit, durch das "Saugen" der Maxit Top Fassade wird Regenwasser und Tauwasser eingesaugt und somit der Alge ohne Gift das Leben sehr schwer gemacht.
Algen Wärmedämmung mit kunstharzgebundenem Oberputz, das Gift ist ausgewaschen und die Algen stellen einen "kostenlosen" grünen "Anstrich" fertig, immer mehr.
Nach dem Studium des Produktblattes von Maxit Silco top vom 01.07.2008 habe ich folgende Werte für die Wasseraufnahme entnommen: w-Wert <0,5kg/pro qm; und Stunde, d.h. an einem durchschnittlichen Regentag können 2450g Wasser (fast 2,5 Liter) pro qm; Wasser aufgenommen werden. Vergleichbare mineralische (traditionelle) Beschichtungen wie Keim Soldalit (Stand Feb.2009) haben eine Wasseraufnahme von w-Wert<0,1kg/pro qm und Stunde (nur 20%, also viel weniger). Die große Wasseraufnahme ist lt. DIN zulässig für einen ausreichenden Witterungsschutz. Die Trocknung der Fassade erfolgt durch Verdunstung in den Kapillaren des Putzsystems. Maßgeblich für die Beurteilung dieser Verdunstung ist der sd-Wert, bei Maxit Silco top wird er mit sd<0,2m angegeben und ist relativ hoch, daraus folgt eine mögliche Trocknung von ca. 105g/pro Stunde und qm; (bei 23°C), wenn die Temperaturen im Winter wesentlich kälter sind dann ist diese Trocknung stark gehemmt und liegt bei ca. 24,5g/Stunde und qm. |
Vergleichen wir diese Werte von Maxit Silco top mit einer traditionellen mineralischen Farbe wie Keim Soldalit, die eine sehr geringe Wasseraufnahme hat und eine 20-fach bessere Trocknungsmöglichkeit biete (sd<0,01m), wird klar, dass es noch keine endgültige Lösung ist ein Silikonharz-Fassadenprodukt saugend einzustellen, wenn die Trocknung nicht gleichermaßen "top" ist. |
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